Plakat_Galip_Goethe

Land des Herzens – Diyat-i Kalp


Poetische Begegnung
Seyh Galip und J.W. Goethe


Musikalische Lesung

Samstag, 28.04.2108 um 17:00 Uhr
Festsaal Loge Plato
Friedrichstr. 35
65185 Wiesbaden


In Kooperation mit dem „Yunus-Emre-Institut“, welches dieses Jahr seine Aktivitäten unter das Motto „Kultur verbindet Menschen“ stellt, vergleichen wir die Werke der beiden klassischen Dichter und Zeitgenossen Seyh Galip und J. W. Goethe. Diese poetische Begegnung eröffnet Einblicke in die unterschiedliche gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung Deutschlands und der Türkei. In der Begegnung wird aber auch das Verbindende deutlich. Die Mitglieder des Poesievereins „Dichterpflänzchen“ sind der Überzeugung, dass Poesie ein Brücke zwischen unterschiedlichen Kulturen ist und machten sich schon im Gründungsjahr 1993 Friedrich Rückerts Gedichtzeile „Weltpoesie ist Weltversöhnung“ zum Programm.

Beide Dichter, Galip und Goethe, stellen in ihren Werken die große Frage nach dem Sinn, nach dem Zwecke des menschlichen Daseins. Beide weisen der Poesie eine führende, helfende Rolle zu, diese Frage zu beantworten.


Seyh Galip lebte von 1757 bis 1799 in Istanbul. Die Weltanschauung des Dichterphilosophen Mevlana Dschelaleddin Rumi bestimmte sein Leben und seine Werke. Er tritt dem Sufi-Orden bei und wird 1791 Scheich des Mevlana-Klosters, das heute noch in der Galip Dede Caddesi in Istanbul besucht werden kann. Galips bekanntestes Werk ist das Mesnevi „Schönheit und Liebe“, dass in 2001 Doppelversen geschrieben ist und zum Vorbild für viele Dichter wurde.

Johann Wolfgang Goethe lebte von 1749 bis 1832 und ist wohl der bekannteste klassische Dichter Deutschlands. In jungen Jahren stellt er sich die Frage, ob er Prophet oder Poet werden soll. Er entschied sich für die Poesie. Sein Drama „Faust“ wird eines der bekanntesten und meistzitierten Werke der Weltliteratur.

Die Sprachbeiträge werden vom Duo Sultanita mit orientalischer Musik umrahmt.
Duo Sultanita